Nicht nur reden, sondern handeln: Kinder pflanzen Zukunftswald

 

Über 20 Kinder folgten begeistert dem Aufruf von Landesforsten/Forstrevier Waldrach und Jugendring Kasel e.V anläßlich des Internationalen Tages der Wälder 2019.

 

Nachdem im letzen Jahr aufgrund des heißen Sommers viele Fichten gefällt werden mussten, weil sie vom Borkenkäfer befallen waren, legten die Kinder mit vereinten Kräften im Wald oberhalb von Schloß Grünhaus ein neues Waldstück an. Ausschließlich mit Baumarten, die sich den künftig veränderten Klimabedingungen anpassen können. Dazu suchten die Kinder unter Anleitung in einem gesunden Waldstück "Wildlinge", kleine Pflanzen von Bergahorn, Weißtanne und Douglasie und gruben sie vorsichtig aus, um die Feinwurzeln nicht zu beschädigen.

 

Anschließend wurden diese auf der vorgesehenen Fläche wieder eingepflanzt. Dabei gab es einiges zu beachten: So wurden Fluchtlinien festgelegt, innerhalb derer die Bäumchen gepflanzt werden sollten. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich der neue Wald gut entwickelt. Gerade in den Anfangsjahren müssen die Setzlinge regelmäßig freigeschnitten werden, damit sie nicht von Brombeeren überwuchert werden.

 

Um die frisch gepflanzten Bäumchen vor dem Heißhunger der Wildtiere zu schonen, wurden die Spitzen der Weißtannen mit besonderen Knospenschützern versehen. Außerdem erhielten die Setzlinge vom Bergahorn sogenannte "Wuchshüllen", die zuvor zusammengebaut und dann über der Pflanze befestigt werden mussten.

 

Nach getaner Arbeit durften sich die Kinder am Lagerfeuer Würstchen und Muffins schmecken lassen - mit dem guten Gefühl, nicht nur über den Klimawandel zu reden, sondern aktiv etwas gegen die Folgen zu tun.