Volle Segel, blauer Himmel und Wellenreiten auf der Banane


Segelteilnehmer der 15. Jugendsegeltour des Jugendring Kasel begeistert


Kasel/Trintelhaven/Kampen. Avondrood ahoi hieß es im Trintelhaven am Ijsselmeer in Holland. 27 Mädchen und Jungen wurden mit ihren Betreuern Evi, Anika und Hajo recht herzlich an Bord des Klippers „Avondrood“ von Skipper Rob und Matrose Neele begrüßt. Mit Windstärke 6,5 (Bft) aus Süd-West und vollen Segeln steuerte der Skipper den Zweimaster gen Norden der Insel Texel entgegen. Die mitsegelnde Crew trotzte in den ersten zwei Segeltagen Wind und Wetter und steuerte sicher den Wattmeerhafen Oude Schild an.

Wenn Engel reisen, werden sie belohnt. So wurde auch die sehr junge Crew der Avondrood am dritten Segeltag mit herrlichen Sonnenstrahlen geweckt. Der böige Wind hatte sich gelegt und es ging in ruhiger Fahrt bei bestem Sommerwetter gen Süden zum abendlichen Trockenfallen auf dem Wattenmeer. Unterm Sternenhimmel und Vollmond kam die Flut zurück. Die Avondrood konnte im kühlen Wind der Nacht ins Freiwasser gelangen und den Hafen Den Oever in Nord-Holland zum Anlegen ansteuern.

Nach dem Schleusen vom Wattenmeer ins Ijsselmeer am Morgen, erwartete die Segelcrew eine ruhige See. Bei einem lauen Lüftchen (2 Bft) blies uns der Wind genau aus Süden entgegen. Deshalb wurde von Matrosin Neele mehrmals „kreuzen“ angesagt. Die Crew erfüllte zur vollsten Zufriedenheit von Skipper Rob ihren Job und hatte in kürzester Zeit Segel und Taue gut im Griff.

Die Belohnung folgte. Ankern kurz vor dem Ijsselmeerhafen Medemblik und erfrischen im angenehmen 22 Grad warmen Binnenmeer. Skipper Rob hatte die Avondrood mit einem zusätzlichen Auslegemast erweitert. An diesem Auslegemast war ein dickes Segeltau befestigt, mit dem der mutige Schwimmer sich vom Schiff ins Meer schwingen konnte. Ein mutiges Abenteuer, das sich kaum einer entgehen ließ.

Gegen Abend schipperte Skipper Rob in den Hafen von Medemblik, um Frischwasser aufzutanken und am Landstrom zu liegen. Nach ruhiger Nacht folgte in den späten Morgenstunden eine 5-stündige Segelfahrt ins 50 Seemeilen südöstliche Ketelmeer.

In ruhigem Gewässer fand Skipper Rob einen Ankerplatz. Mitten auf dem Ketelmeer hieß dann schwimmen, schwingen und Wellenreiten auf der 3-sitzigen Banane. Ein Spaß von dem keiner genug bekommen konnte. Skipper Rob drehte Runde um Runde mit seinem Beiboot. Der letzte Segelabend wurde abgerundet mit Grillen auf dem Wasser, Spaß und Spiele, sowie lautstarker Musik.

Alle jugendlichen Segelteilnehmer verbrachten die Nacht im Schlafsack an Deck der Avondrood und sehnten sich schon nach der Segeltour in 2017. Diese ist natürlich schon von den Verantwortlichen des Jugendringes gebucht.

Die Verantwortlichen des Jugendringes bedanken sich nochmals recht herzlich bei den Jugendlichen für ihr tolles Engagement im, auf und abseits des Segelschiffes.