„Projekt Jugendring Kasel e.V.“



Januar 2013

Äußerst erfolgreiche Jugendarbeit wird seit fast 40 Jahren in der Ruwertalgemeinde Kasel geleistet. Dies belegen nicht nur die hohen Teilnehmerzahlen an den verschiedenen Veranstaltungen, sondern auch die ausgesprochenen Ehrungen.

 

Getreu dem Motto "Von der Jugend für die Jugend" können sich in Kasel alle Jugendlichen und auch Junggebliebenen in die Arbeit des Vereins einbinden.


"Jedem wird die Möglichkeit geboten, entsprechend seines Alters Verantwortung mit zu übernehmen " umreißt der Vereinsvorsitzende Paul Neumann einen der Gründe für die große Akzeptanz in der Bevölkerung. Immerhin hat der Jugendring heute über 350 Mitglieder nicht nur aus Kasel, sondern auch aus der Region.


Begonnen hatte alles am 07.12.1974, als der ehrenamtliche Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Ruwer zusammen mit dem damaligen Pfarrer in Kasel  zu einem Treffen einlud. Rund 50 Kaseler Jugendliche folgten der Einladung. Man beschloss, eine freie Jugendgruppe zugründen, an deren Spitze schon damals Paul Neumann als Vertreter des männlichen Geschlechts und Elisabeth Schmitt als Vertreterin des weiblichen Geschlechts standen.

 

Erste Veranstaltung war ein Tanz- und Discoabend im Pfarrheim.


Wanderungen, ein Flohmarkt, Diskussionsabende, die Gestaltung des Freitagabend am Ruwerweinfest und eine Tanzveranstaltung waren die Veranstaltungen im ersten Jahr.


Im Laufe der Zeit hat sich das Programm des Jugendringes enorm erweitert.


Ob Konzerte, Discoabende, Wanderungen, Tagesausflüge,Mehrtagesfahrten, bis hin nach England, Ferienfreizeiten, Gestaltung von Gottesdiensten und Frühschichten oder die Beteiligung an Hilfsaktionen, die Behandlung aktueller Themen, -- die Jahre des Jugendringes waren mit den unterschiedlichsten Unternehmungen gefüllt. Viele hiervon, wie z.B. die Sommer-und Winterfreizeiten, das Krompernfest, der Seniorennachmittag oder "wir warten auf`s Christkind" sind zum festen Bestandteil des jährlichen Programms geworden.


 

Viel Spaß und hohe Teilnehmerzahlen bringen auch die Ferienfreizeiten für Jugendliche, junge Erwachsene und Junggebliebene.  Reiste man zunächst in den deutschen Landen
umher, fuhr man bereits 1981 nach England und machte die erste Tour auf Hausbooten. Diese wurde drei Jahre später wiederholt, diesmal auf der Sarthe, verbunden mit der Besichtigung der Schlösser der Loire. Von nun an wurde diese Art der Freizeitgestaltung auf verschiedenen französischen Kanälen und Flüssen zum festen Bestandteil und alle zwei Jahre durchgeführt. Seit 1994 ist die Wildschönau in Österreich  Ziel der Winterfreizeit. Hier haben schon viele Kinder – und auch Erwachsene- Ski- oder Snowboardfahren gelernt.

 

Ebenso fährt der Jugendring  (rund 80 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren) in Begleitung Erwachsener jedes Jahr für mindestens eine Woche in Ferienfreizeit in die Eifel, den Schwarzwald, die Lüneburger Heide, nach Bayern oder Holland. Für die älteren Jugendlichen (ab 14 Jahre) steht eine Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer im Angebot.

 

Um diese Fahrten zu zivilen Preisen anbieten zu können, veranstaltet der Jugendring Feste und Feiern, die einen Gewinn bringen, aber auch das Dorfleben stärken. Wer nach Kasel umsiedelt und Anschluss sucht, ist beim Jugendring immer willkommen.

 

Die gesamten Aktivitäten des Jugendrings finden sich im Jahreskreis übersichtlich dargestellt wieder. Von der Skifreizeit im Januar, Karneval, ADAC-Fahrradturnier, Ortsspokalturnier, Ferienspaß für Daheimgebliebene, Tombola zum Ruwertal aktiv, Musical- oder Theaterbesuche, Krompernfest, St.Martin, St. Nikolaus, Seniorentag........und schon wieder Skifreizeit........., der Jugendring bietet das ganze Jahr Aktivität.
Zusätzlich werden auch Gruppenstunden, entweder altersbezogen oder zu Themen wie Töpfern, Fimobasteln, Kochen, Backen, Theater, Basteln, Sport, Erste Hilfe und Umweltaktionen veranstaltet.

 

Weit bekannt in der Region ist auch das seit 1991 jährlich sattfindende Kaseler Krompernfest, an dem, zusammen mit den Frauen der Seniorengemeinschaft allerlei leckere Dinge rund um die Kartoffel angeboten werden.

Sinnvolle Ortsgestaltung, die Leute auffordern zum Aktiv-werden, das war einer der Hintergedanken, als der Jugendring die Planung eines Beach-Volleyball-Feldes ins Auge nahm. Die Veranstaltungen zum 20jährigen Bestehen erbrachten einen solchen Erfolg, dass der Verein auf dem Sportplatzgelände ein bundesligatauglisches Beach-Volleyball-Feld ohne jegliche Zuschüsse finanzieren und überwiegend in Eigenleistung errichten konnte. Die rege Nutzung der Anlage bestätigt die Investition.

 

Dreimal schon beteiligte sich der Jugendring aktiv an der 72 Stunden-Aktion des BDKJ. Tatkräftig unterstützt von Erwachsenen planten und gestalteten die jugendlichen Mitglieder einen Treffpunkt im Dorf sowie ein Boulefeld. Dieses wird gerne genutzt- sei es um im Freundeskreis ein kleines Turnier auszutragen oder eine Geburtstagsfeier für Kinder zu organisieren.

Fest etabliert hat sich auch eine Schach-AG für Kinder. Mittlerweile können schon zwei Gruppierungen antreten: die Anfänger und die Fortgeschrittenen. Einmal jährlich stellen die Kids ihr Wissen beim „Familienschachturnier“ des Jugendringes unter Beweis.


Kinderkulturtage in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege der VG Ruwer und dem Kreisjugendamt stehen jedes Jahr im Herbst auf dem Programm. Eine Gruppe junger Eltern hat sehr engagiert die Organisation und Durchführung übernommen.

 

Um Vergangenes aufzuarbeiten oder für die Zukunft zu planen, wurde das sogenannte Planungswochenende eingerichtet, an dem alle interessierten Mitglieder teilnehmen können. Mitwirkung und Mitverantwortung wird also groß geschrieben in Kasel, sicherlich neben den vielen Aktionen mit ein Grund für die hohe Integration , Anerkennung und Lebendigkeit des Vereins.


Für die vorbildliche Arbeit wurde der Jugendring Kasel auch schon mehrfach ausgezeichnet. Unter 15 Teilnehmern wurde im Jahr 1995 der Jugendring vom Landkreis mit dem 1. Preis im Wettbewerb "Sind wir eine familienfreundliche Gemeinde?" bedacht. Im März 1996 erhielt der Jugendring den Generationenpreis des Ministerpräsidenten. Skifreizeit und
Kaseler Krompernfest sind in einer Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als beispielhafte Aktivitäten dargestellt.
Beim Krompernfest unter anderem, weil durch die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung der Zusammenhang zwischen den Generationen gestärkt wird.

 

Eine erfolgreiche Zeit also, auf die der Jugendring zurückblicken kann. Die Kinder und Jugendlichen dürfen Verantwortung übernehmen und erfahren den Jugendring als Lebensraum, in dem aktive Mitarbeit als Lustfaktor erlebt wird. Was Paul Neumann und Elisabeth Schmitt, die später auch heirateten, und die vielen Mitwirkenden mit jugendlichem Elan begannen und aufbauten, kann sich sowohl unter sozialen als auch kulturellen Aspekten sehen lassen. Ein guter Grund also, den runden Geburtstag 2014 zünftig zu feiern.